In Gottes Namen: Pflege-Tarifvertrag scheitert an Caritas

20. März 2021  BLOG, TARIFRUNDEN

Gastbeitrag von Sonja Kemnitz, Referentin für Pflegepolitik in der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, ver.di-Mitglied und pflegende Angehörige.

„Nach dem Klatschen kommt die Klatsche!“ So reagierte die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di am 25. Februar 2021, als die Arbeitsrechtliche Kommission der Caritas beschloss, dem ausgehandelten Tarifvertrag zwischen der Bundesvereinigung Arbeitgeber Pflege und ver.di nicht zuzustimmen. Erstmals lag ein Tarifwerk für die Altenpflege auf dem Tisch, welches alle Pflegekräfte einbezog und bundesweit für allgemeinverbindlich erklärt werden konnte. Und sollte! Arbeitsminister Heil hatte öffentlich nahezu versprochen, genau das zu tun. Denn die Altenpflege ist ein Knochenjob – zwar systemrelevant, aber mies bezahlt bei noch mieseren Arbeitsbedingungen und in vielen Regionen tariffreie Zone.

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Ein VEREINTES Happy Birthday

19. März 2021  BLOG

Die vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di wird heute 20: Das ist nicht nur ein Grund zu feiern, sondern auch ein Grund, stolz das Kreuz durchzudrücken und selbstbewusst auf die letzten 20 Jahre zurückzublicken. Nachdem die Streikaktivitäten der deutschen Gewerkschaften lange auf einem historischen Tiefpunkt verharrten, läutete das Jahr 2015 eine Trendwende ein. In der Folge kämpften sich Erzieherinnen und Sozialarbeiter, Verkäuferinnen, Busfahrer und Postboten in die Streikstatistik der Bundesrepublik zurück. Unvergessen sind die Arbeitskämpfe der Pflegekräfte, die überall im Land für bessere Personalbemessung kämpften. In all diesen Auseinandersetzungen ging es nur zweitrangig um mehr Geld, mehr Zeit, mehr Personal. Vordergründig ging es um die Anerkennung, den Respekt und die Würde der Beschäftigten.

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Einführung eines Gewerkschaftsrates (Antrag P.06.)

DIE LINKE beschließt auf Initiative der BAG Betrieb & Gewerkschaft einen Gewerkschaftsrat. Flankiert mit einem Gewerkschaftsdialog an der Spitze und einem Gewerkschaftsratschlag mit der Basis. Ziel ist, dass unsere Partei und die Gewerkschaften ein Verhältnis zueinander entwickeln. Sozialer Fortschritt muss erkämpft werden – dafür ist die Arbeit in und mit Gewerkschaften zentral. Hier findet ihr unseren Antrag an den Parteitag.

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Gastbeitrag: Emanzipation ist mehr als Gleichberechtigung

11. März 2021  BLOG

Am Equal Pay Day nur die Lohnlücke anprangern? Die Pandemie trifft Frauen in besonderer Weise. Die Antwort muss so grundsätzlich und radikal sein, wie die Ursachen dafür, schreiben Susanne Ferschl und Ulrike Eifler in einem Beitrag im Freitag, den wir hier auf unserer Seite spiegeln.

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Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie: Angriff auf den Flächentarifvertrag

05. März 2021  BLOG, TARIFRUNDEN

Am 1. März endete um 24:00 Uhr die Friedenspflicht in der Metall- und Elektroindustrie. Die IG Metall ruft bundesweit die Beschäftigten zu Warnstreiks auf. Die BAG Betrieb & Gewerkschaft in und um die Partei DIE LINKE hat sich in einer offiziellen Grußbotschaft mit den 3,8 Millionen Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie solidarisiert.

Es ist wichtig zu verstehen, dass die aktuelle Tarifauseinandersetzung eine große Bedeutung hat und weit mehr ist als der Kampf um bessere Arbeitsbedingungen in einer bestimmten Branche. „In der aktuellen Metalltarifrunde geht es nicht nur um mehr (oder weniger) Geld. Die Arbeitgeber fordern mehr Flexibilität des Flächentarifvertrags,“ schreibt Reinhard Bispinck vom WSI. Damit legen die Arbeitgeber die Axt an die Fundamente jahrzehntelang praktizierter Tarifpolitik.

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Grußbotschaft zur Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie

01. März 2021  ERKLÄRUNGEN UND BESCHLÜSSE

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

am 1. März endete die Friedenspflicht in der Metall- und Elektroindustrie. Wir wünschen euch und den Beschäftigten für diese Auseinandersetzung einen langen Atem und viel Erfolg.

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Aufruf zum Bundesparteitag: Für eine starke LINKE in der Gewerkschaftsbewegung

19. Februar 2021  DEBATTE / PARTEI

Die Corona-Krise verschärft täglich die soziale Spaltung: Immer mehr Menschen kommen kaum über die Runden, erleiden Reallohnverluste oder haben ihre Arbeit verloren. Unternehmen nutzen die Pandemie für Standortschließungen oder Angriffe auf Tarifverträge und Mitbestimmung. In vielen Betrieben ist wirksamer Gesundheitsschutz ein Fremdwort. Ohne Druck aus der Gesellschaft, ohne eine starke Mobilisierung der Gewerkschaften werden die Kosten der Krise auf diejenigen abgeladen, die unser Land mit ihrer Arbeit am Laufen halten. In dieser Situation braucht es eine starke Verankerung unserer Partei in Betrieben und in den Gewerkschaften!

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„Es ist wichtig, dass sich Gewerkschaften im öffentlichen Diskurs positionieren.“

17. Februar 2021  PARTEI IM GESPRÄCH

Kenja Felger ist ausgebildete Bürokauffrau, die jetzt studiert. Seit ihrer Ausbildung ist sie Gewerkschaftsmitglied und derzeit Geschäftsführerin des Studierendenverbandes „Die Linke.SDS“. Wie sich ihre Sicht auf Gewerkschaften über die Zeit verändert hat und warum diese politische Mandate haben sollten, erzählt Kenja im Gespräch mit Ulrike Eifler, Bundessprecherin der AG Betrieb & Gewerkschaft.

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H&M: Mehr Schein als Design?

17. Februar 2021  BLOG

Was derzeit bei H&M passiert ist beispielhaft für den Versuch im Textilhandel, die Kosten und Verantwortung der Corona-Krise auf die Beschäftigten abzuwälzen. H&M will Personal loswerden. Mit einem vermeintlichen Freiwilligenprogramm sollen 92.000 Vertragsstunden abbaut werden, 116 Filialen sind betroffen. Verbunden mit einer bescheidenen Abfindung sollen diejenigen gehen, die nicht so flexibel sind, wie man es in der Konzernzentrale gerne hätte: Mütter in Elternzeit oder mit kleinen Kindern im Kita- oder Grundschulalter, aber auch Schwerbehinderte, Langzeitkranke und ältere Beschäftigte. Finden sich nicht genügend Freiwillige, droht H&M in internen Mails mit betriebsbedingten Kündigungen.

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„Wer sich Nazis nicht in den Weg stellt, trägt dazu bei, dass ihre Anwesenheit normal wird.“

16. Februar 2021  BLOG

Am 19. Februar jährt sich der rassistische Anschlag in Hanau. Wir sprechen mit Ulrike Eifler, die lange Zeit in Hanau beim DGB gearbeitet hat, darüber, dass Antirassismus und Antifaschismus mehr als eine moralische Frage sind und welche Rolle die Gewerkschaften bei der antifaschistischen Gegenmobilisierung in Hessen eingenommen haben. Gewerkschaften sind verlässliche Akteure und stellen sich Nazis in den Weg, sagt Ulrike, denn Antifaschismus ist Verpflichtung. Das Gespräch führte Jan Richter, Bundessprecher der AG Betrieb & Gewerkschaft.

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