Streikkonferenz: Erfolgsprojekt geht in die nächste Runde

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Seit ihrem Start 2013 in Stuttgart hat sich die Streikkonferenz zu der wohl größten „linksgewerkschaftlichen“ Konferenz seit Jahrzehnten entwickelt – mit über 600 Teilnehmenden bei den Folgekonferenzen in Hannover und Frankfurt. Nun steht vom 15. bis 17. Februar 2019 in Braunschweig die 4. Konferenz dieser Reihe an. Ausgerichtet wird sie erneut von der Rosa-Luxemburg-Stiftung zusammen mit Gliederungen lokaler Gewerkschaften. An der Zunahme dieser Mitveranstalter lässt sich die wachsende Bedeutung der Konferenzen ablesen: war es 2013 nur ver.di Stuttgart, sind in Braunschweig neben dem ver.di-Bezirk Süd-Ost-Niedersachsen auch die Verwaltungsstellen Braunschweig, Wolfsburg und Salzgitter-Peine der IG Metall dabei sowie NGG, GEW und der DGB aus der Region.

Zu den Erfolgsrezepten der Konferenzen gehört, dass sie nicht ideologisch-programmatische Fragen zum Ausgangspunkt nimmt, sondern die Herausforderungen der tagtäglichen Gewerkschaftsarbeit und das breit geteilte Bedürfnis einer Erneuerung der Gewerkschaften. Dadurch kann sie Anschlussfähigkeit über die klassischen linksgewerkschaftlichen Milieus hinaus erreichen sowie eine gewerkschafts- und generationenübergreifende Ausstrahlung entfalten.

Im Zentrum der Konferenz steht immer der Austausch über die eigenen Erfahrungen in gewerkschaftlichen Auseinandersetzungen, Streiks und Kämpfen und der Versuch ihrer Verallgemeinerung. Diesmal wollen wir uns in über zwanzig Arbeitsgruppen mit Streiks von Halberg Guss über die Krankenhäuser bis Ryanair beschäftigen, aber auch über Strategien gegen Union-Busting, die Perspektiven von Arbeitszeitverkürzung und die Möglichkeiten eines gewerkschaftlichen Aufbruches in Ostdeutschland sprechen. Die Konferenz hat für viele Teilnehmende einen ganz konkreten Mehrwert: Sie vermittelt praxisbezogenes Wissen und bietet die Möglichkeit zur Vernetzung, um damit in künftigen Auseinandersetzungen stärker zu werden. Ein wichtiges Thema der Konferenz wird der gewerkschaftliche Widerstand gegen den zunehmenden Rechtspopulismus sein. Hierzu referiert Klaus Dörre im Konferenz-Plenum und es wird eine AG zur Vertiefung angeboten. Ende November wurde das Gesamtprogramm veröffentlicht. Wir laden alle Interessierte herzlich ein, an der Konferenz teilzunehmen und uns bei der Bewerbung mit Flyern, Plakaten, Mailinglisten und der Ansprache von KollegInnen zu unterstützen.

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