Bundestreffen in Berlin: 24./25. November 2018

24. November (12:00-18:30 Uhr) bis 25. November (9:00-13:30 Uhr)

Tagungsort: Karl-Liebknecht-Haus, Kleine Alexanderstr. 28, 10178 Berlin

Am Samstag diskutiert Susanne Ferschl (stv. Fraktionsvorsitzende von DIE LINKE im Bundestag) mit uns über den neoliberalen Umbau der Unternehmen in Europa und was das aktuelle Europa für Arbeitnehmer/innen bedeutet. Vom Politikwissenschaftler Benjamin Opratko hören wir ein Referat über die autoritäre Transformation in Österreich und deren Auswirkungen auf Ökonomie und Gesellschaft, ebenfalls mit Ausblick auf Europa.

Am Sonntag begrüßen wir Alice Bernard (Partij van de Arbeid van België PVDA) und Heinz Bierbaum (Hrsg. Sozialismus) als unsere Gäste. Gemeinsam widmen wir uns der Europäischen Linke (EL) bei den Europawahlen und tauschen uns über Strategien für die Europäische Linke und die Europäischen Gewerkschaften aus.

Aktuelle Tarifkonflikte, der Berliner DGB und auch die Berliner LAG kommen zu Wort. Das ausführliche Programm findet ihr hier: Einladung Bundestreffen

Jede Landes-AG Betrieb & Gewerkschaft hat wie immer die Möglichkeit, für zwei ihrer Mitglieder Reisekosten entsprechend unserer Reisekostenordnung bei der Bundes-
AG einzureichen. Anmeldung: ag.bg@die-linke.de




Nachruf auf Gerd Graw

Gerd Graw (Quelle: Salzgitter Zeitung)

Gerd Graw – wir gedenken unserem Gründungsmitglied
Wir trauern um Gerd Graw. Sein Tod reißt eine schmerzhafte Lücke bei uns in der AG Betrieb & Gewerkschaft in Niedersachsen und auf Bundesebene.
Keine betriebliche Aktion, kein Streik, keine Antifa-Versammlung war Gerd zu viel.
Gerd war gradlinig, kämpferisch, freundschaftlich und selbstlos. Er hat es nie leicht gehabt, auch in seiner eigenen Partei. Menschen wie Gerd Graw waren immer das Rückgrat der Arbeiterbewegung.
Wir werden ihn vermissen.

Am 25./26. Januar 1992 in Friedrichroda (Thüringen) war Gerd Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft „Betrieb & Gewerkschaft“ der PDS zusammen mit seiner Frau Edith, mit Harald Werner und Heidi Knake-Werner, Jakob Moneta, Peter Schoder, Gerald Kemski und Hermann Ziegenbein.

Gerd war von Anfang an dabei, streitbar und immer konstruktiv.
Auf dem Bundestreffen der AG Betrieb & Gewerkschaft am 17. November 2007 in Hannover bedankten wir uns bei unserem Urgestein, als er sich offiziell von der Bundes-AG verabschiedete.

Nach seiner Meinung gebe es in Niedersachsen jetzt genug Jüngere, die seine Arbeit fortsetzen werden. Sein Wunsch war es immer, dass die Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter mit ihren Anliegen in dieser Partei „ankommen“.

Gerd Graw war von Beginn seines Berufslebens Gewerkschafter. Das heißt für Gerd: Metaller.

Er blieb seiner Überzeugung stets treu – immer als aktiver Gewerkschafter, der sich den Interessen der Klasse verpflichtet fühlte – gradlinig auch wenn einige in der Gewerkschaft oder in der Partei das anders sahen. Es gab keinen Grund für Gerd inaktiv zu werden und zu resignieren.

VW in Wolfsburg und Braunschweig, die Stahlwerke Peine-Salzgitter waren in Verbindung mit der IG Metall sein Aktionsfeld.

Zu jedem Bundestreffen der AG Betrieb & Gewerkschaft brachte er Materialien des Salzgitter Bündnisses gegen Gewalt und Fremdenfeindlichkeit mit und berichtete stolz von dem breiten Bündnis unterschiedlicher gesellschaftlicher Verbände. Wenn er manchmal mit verkniffenem Gesicht auf einen zukam und mit einem lieben Lächeln einen in den Arm nahm – das war Gerd Graw, wie ich, wie wir ihn in der BAG Betrieb & Gewerkschaft erleben durften.

Er war auf jedem Bundesparteitag dabei, er war aktiv im Bundesausschuss und zuletzt mit Hans Modrow im Ältestenrat unserer Partei. Er war aktiv mit seiner Edith, die im Januar dieses Jahres leider auch verstarb. Was wir an Gerd Graw sehr schätzten ist auch, dass er sein Wissen und seine Überzeugung weitertrug, viel mit jungen Kolleg*innen und Genoss*innen diskutierte.

In seinem Sinnen kämpfen wir als AG Betrieb & Gewerkschaft weiter für stärkere Gewerkschaften, gegen die Nazis auf der Straße und im Parlament, … Das sind wir ihm schuldig!

Dein unruhiges Wesen wird uns fehlen! Venceremos, lieber Gerd!

Jochen Dürr




Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter für eine starke LINKE im Bundestag

78 Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter aus allen DGB-Gewerkschaften und allen Teilen der Republik rufen zur Wahl der LINKEN auf. Sie sind überzeugt: Nur zusammen mit einer starken LINKEN im Bundestag gibt es mehr soziale Gerechtigkeit. Dazu müssen wir uns mit den Reichen und Mächtigen anlegen. Soziale Gerechtigkeit geht nur mit Umverteilung. Es reichen keine kleinen Korrekturen, damit sich die Lebens- und Arbeitsbedingungen verbessern. Wir brauchen einen grundlegenden Politikwechsel! Unterstütze den Aufruf hier: www.gewerkschafter-waehlen-links.de